Wildkatzen legen gegen Salzburg vor

Im Halbfinale um die Plätze 5-8 der AVL Women siegten die Kelag Wildcats bei PSVBG Salzburg klar mit 3:0 (22,18,13) und setzen mit diesem klaren Sieg in der Mozartstadt ein klares Ausrufezeichen, wohin die Reise der Kärntnerinnen diese Saison noch hingehen soll: die Wildkatzen wollen sich Platz 5 krallen!

Nach den vielen coronabedingten Unterbrechungen kam die Playoff für die Wildkatzen wohl um zwei Wochen zu früh. Nach Rückkehr des gesamten Teams wurde vermehrt auf die körperliche Komponente und auf den Teamspirit gesetzt. Was im Viertelfinale gegen Sokol erst zu spät fruchtete, klappte in Salzburg von Beginn an: die Wildkatzen präsentierten sich bissig und kämpften um jeden all. Obgleich die Wildkatzen mit Manuela Rabitsch und Linda Striek zwei Spielerinnen nicht dabei hatten, ließen sie nur zu Beginn der Partie Zweifel über deren Ausgang aufkommen. Denn ab dem 20:20 Ausgleich im ersten Durchgang lief das Spiel auf einer schiefen Ebene zugunsten der Gäste aus Kärnten ab.

Basierend auf einer grundsoliden Annahme scorten die Wildkatzen in den Folgesätze nach Belieben und sicherten sich mit dem klaren 3:0 Sieg eine blendende Ausgangsposition für den Einzug um das Spiel um Platz 5. Auch der Blick auf die Statistik spricht klar für die Wildkatzen: 39:29 Kills, 6:2 Asse, 8:4 Blocks und 15:22 Eigenfehler untermauern die solide Performance der Gäste aus Klagenfurt.

„Wir waren in allen Elementen überlegen, Kompliment an mein Team. In der Feldabwehr können wir sicher noch etwas nachschärfen, ansonsten performten alle Spielerinnen!“ streute auch Trainer Voggenberger seinen Damen Rosen. Den Topscore sicherte sich an diesem Abend Skylar Iott (14) vor Magda Rabitsch (12) und Katja Jotes (9).

Deutlicher Aufwärtstrend zu wenig

Die Kelag Wildcats verlieren auch das zweite Viertelfinalspiel gegen Sokol/Post und spielen damit um die Plätze 5 – 8. Beim 1:3 (-19,-10,19,-17) in der Wiener Posthalle zeigten die Wildkatzen vor allem in Block-Defense ein ganz neues Gesicht und hielten die Favoriten aus Niederösterreich lange in Schach.

Nach zwei schwachen Durchgängen im Angriff (11 Punkte in zwei Sätzen, Anm.) kam Schwung ins Offensivspiel der Wildkatzen. Mit einem klaren Sieg im dritten Durchgang kippte das Momentum klar auf Seiten der Gäste. Leider wurde dieser Schwung zu Beginn des vierten Satzes mit unerklärlichen Entscheidungen der Spielleitung unterbunden, und so sicherten sich die Damen von Sokol/Post mit dem 3:1 Sieg den Aufstieg ins Semifinale.

„Sokol/Post war erneut nicht überragend und sehr fehleranfällig“ weist Trainer Voggenberger auf die 24 Angriffsfehler der Gegnerinnen hin: „Leider konnten wir kein Kapital daraus schlagen. Zunächst waren wir im Angriff zu schwach, dann kippte das Spiel nach einigen fragwürdigen Pfiffen zugunsten der Gegnerinnen. Ein Kompliment gibt’s aber für die tolle kämpferische Leistung meiner Mannschaft. Das war sehr stark!“ Nach den coronabedingten Pausen waren die Wildkatzen einfach noch nicht bereit, eine Viertelfinalserie auf dem notwendigen, konstanten Level zu spielen. Starken Phasen folgten immer wieder Rückschläge, die gegen Mannschaften dieses Niveaus nicht ausreichen.

Ein Blick auf die nackten Zahlen aus Sicht der Wildcats: 6:8 Asse, 4:10 Blocks, 31:46 Kills, 29:37 unerzwungene Fehler. Den Topscore auf Seiten der Kärntnerinnen sicherte sich Skylar Iott (14) vor Nina Bajic (8) und Magda Rabitsch (5).

Nach dieser Enttäuschung werden die Wildkatzen den Blick nach vorne und zwar in die Zukunft richten. Die restlichen Spiele sollen vor allem dafür genutzt werden, Spielerinnen mit Perspektiven mehr Spielzeit einzuräumen. Ab sofort wird, gleich dem Europacupmodus, in einem Hin- und Rückspiel der Sieger ermittelt. Im Falle eines Gleichstands wird im Anschluss an das Rückspiel ein Golden Set (bis 15 Punkte) zur Ermittlung des Siegers ausgetragen.

0:3 Niederlage zum Auftakt

Die Viertelfinalserie zwischen den ATSC Kelag Wildcats und Sokol/Post steht nach dem 0:3 (-22,-15,-21) 0:1 aus Sicht der Klagenfurterinnen. Die best-of-three Serie wird bereits am kommenden Wochenende abgeschlossen. Sollten die Wildcats am Samstag, 12.3.2022 in Wien gewinnen, kommt es am Sonntag, 13.3.2022 zu einem Entscheidungsspiel.

„Sokol/Post war heute absolut angreifbar“ spielt Obmann Joe Laibacher auf die Performance der Gäste an und auf die Tatsache, dass seine Damen im ersten Satz 12 (!) unerzwungene Fehler begingen und den Gästen den Sieg dadurch schenkten. „Dass wir den ersten Durchgang trotz unserer Fehlerorgie offen halten konnten, zeigt, dass wir über weite Strecken mit den Gästen auf Augenhöhe waren“ berichtet auch Trainer Voggenberger, der aber vor allem in der Feldabwehr mehr Klarheit fordert. „Da müssen wir einfach besser werden. Immer wenn wir uns herangekämpft haben, sind uns zu viele einfache Fehler passiert“. Zudem waren die Gäste sowohl am Aufschlag als auch in der Annahme einfach stabiler und effektiver als die Wildkatzen.

Ein Blick auf die Statistik unterstreicht diese Eindrücke: 9:9 Blockpunkte, 1:8 Asse, 28:35 Kills und 23:20 Eigenfehler aus Sicht der Wildkatzen sprechen eine deutliche Sprache zugunsten der Niederösterreicherinnen. Die besten Scorer der Wildkatzen waren Skylar Iott (10) vor Katja Jontes (7) und Magda Rabitsch und Nina Bajic (je 6).

Playoffauftakt gegen Sokol/Post

Im Viertelfinale der AVL Women treffen am Samstag, 5.3. 2022 um 19:00 in der Klagenfurter Lerchenfeldhalle die Kelag Wildcats und Sokol/Post aufeinander. Die Gäste aus Niederösterreich sind klar in der Favoritenrolle, siegten sie doch in allen drei Saisonduellen gegen die Wildkatzen. Die Klagenfurterinnen wollen nichtsdestotrotz mit einem Sieg den ersten Schritt in Richtung Semifinale machen!

„Wir gehen als klarer Außenseiter in diese Partie“ weiß auch Trainer Voggenberger. Die Karten sind vor diesem Duell aber neu gemischt. In der best-of-three Playoffserie starten die Wildkatzen als schlechter platziertes Team zu Hause und wollen diese Chance auch nutzen. „Wir sind heuer zuhause schon über uns hinausgewachsen. Unser Team hat das Potenzial auch Sokol/Post zu schlagen. In einer kurzen Viertelfinalserie kann alles passieren“ weiß auch Obmann Laibacher um die Chance seiner Damen.

Nach den vielen coronabedingten Unterbrechungen in diesem Jahr – der Spielbetrieb der Wildkatzen stand in Summe 8 Wochen still Anm. – sind die Klagenfurterinnen sicher noch nicht im optimalen Spielrhythmus. Das Nachtragsspiel gegen TI Volley war die einzige Vorbereitung auf den Viertelfinalhit gegen Sokol/Post. „Wir freuen uns auf die Playoffs!“ so der Grundtenor der genesenen Wildkatzen, die seit dieser Woche wieder vollzählig in der Halle stehen. Die Wildcats bauen in diesem Duell auf die eigenen Qualitäten. Mit druckvollen Aufschlägen soll vor allem auch die Blockstärke in die Waagschale geworfen werden.

Das Rückspiel findet am Samstag, 12.3. 2022 um 20:00 in der Wiener Posthalle statt. Bei Gleichstand nach zwei Spielen findet am Sonntag, 13.3. 2022 in Wien das Entscheidungsspiel statt.

1:3 Niederlage zum Abschluss

Der Grunddurchgang endet für die Kelag Wildcats mit einer 1:3 (24,-18,-21,-19) Niederlage bei TI Volley. Damit starten die Wildkatzen als Sechste in die Playoffs und treffen dort bereits am Samstag, 5.3.2022 um 19:00 zu Hause in der Lerchenfeldhalle auf die Nummer 3 Sokol/Post.

Ohne Katja Jontes, Julia BIer und Linda Striek starteten die Wildcats fulminant in das erste Bewerbsspiel seit 5. Februar. Mit 20 (!) Angriffspunkten sicherten sich die Klagenfurterinnen den ersten Satz gegen fast fehlerfreie Tirolerinnen mit 26:24. Danach machte sich die lange Covidpause bemerkbar. Den Wildkatzen fehlte es in der anschließenden Sätzen vor allem an Durchschlagskraft im Angriff.

Auch ein Blick auf die Statistik zeigt, dass im Laufe des Spiels die Fakten zugunsten von TI Volley kippten: Letztlich standen 12:5 Blocks, 61:49 Kills und 9:6 Asse zugunsten der Tirolerinnen zu Buche. Lediglich bei den unerzwungenen Fehlern hatten die Wildkatzen mit 17:24 die Nase vorn. Den Topscore auf Seiten der Wildcats sicherte sich Nina Bajic mi 14 Punkten.

„Für uns war es eine wichtige Standortbestimmung vor dem Playoffstart. Wir gehen als krasse Außenseiter in das Duell mit Sokol/Post, mit der gesamten Mannschaft werden wir aber ein gefährlicher Underdog sein“ blickt Trainer Voggenberger gespannt dem Duell mit den Wienerinnen entgegen.