Sensationelles 3:0 bringt Tabellenführung

Dieser Schlager hielt, was er versprach: zwei Teams, die sich nichts schenkten und um jeden Ball bis zum Umfallen kämpften unterhielten das zahlreich erschienene Publikum gut 90 Minuten. Dass am Ende noch eine Sieg für die Heimmannschaft heraussprang, war gewissermaßen das Sahnehäubchen. Sogar Minuten nach Spielende blickten manche noch ungläubig auf das Scoreboard: 3:0 25:23, 25:22, 29:27 war dort zu lesen und dies bedeutete die erstmalige Tabellenführung für die SG Kelag Klagenfurt in dieser Saison.

Beide Teams agierten sehr entschlossen und wollten sich im Kampf um die Tabellenspitze behaupten. Zunächst waren es die Heimischen, die vor allem am Aufschlag und im Block die Akzente setzten (10:6). Doch die Gäste aus Linz hielten dagegen, punkteten immer wieder über die Außenangreiferinnen und konnten sogar mit 22:20 in Führung gehen. Die Wildkatzen legten im Finish einen Gang zu und fingen die Gäste auf der Zielgerade ab: 25:23

Der zweite Satz war ein Abbild des ersten Durchgangs. Linz war eigentlich nur über den Außenangriff gefährlich, Klagenfurt setzte sich abermals knapp durch. Bezeichnend der Satzball: Nina Bajic stellt mit einem Servicewinner den 25:22 Endstand her.

Das intensive Spiel mit sehr langen Ballwechseln forderte auf Seiten der Klagenfurterinnen seinen Tribut. Bis zum 10:14 schlichen sich sehr viele Ungenauigkeiten im Spiel der Wildkatzen ein. Erst als Kapitänin Tatjana Rajic mit einer Aufschlagserie die Wende einleitete, schien ein Sieg in drei Sätzen möglich. So war es schließlich der 4. Matchball, der die Entscheidung brachte. Und wie sollte es anders sein: der vielumjubelte Servicewinner zum 29:27 lässt die Wildkatzen erstmalig in dieser Saison von der Tabellenspitze lachen.

Auch die Punktestatistik spricht für Klagenfurt: 10:4 Blocks, 8:4Aufschläge! „Wir hatten am Ende der Sätze den längeren Atem und holten uns zudem fast alle langen Ralleys“ resumiert Obmann Josef Laibacher. Zudem bewahrheitete sich die Einschätzung von Linz Trainer Schwab, der sein Team aufgrund der zuletzt vermeintlich einfachen Aufgaben vor Nachlässigkeiten warnte. Das traf letztlich auch zu, denn immer zu Satzende fuhren die Wildkatzen ihre Krallen aus und holten sich ein bisschen glücklich, aber auch verdient 3 wichtige Punkte.

Gleich heute Sonntag stehen die Klagenfurterinnen wieder am Prüfstand. Im Cupviertelfinale treffen die Wildkatzen um 18:00 im Lerchenfeld auf PSVBG Salzburg. „Endlich seit drei Jahren haben wir wieder einmal ein Heimspiel! Das wollen wir nutzen und zum fünften Mal en suite ins Final4 des Cupbewerbs einziehen“ so Obmann Laibacher.