Tolles Wochenende f. die ATSC Girls Österr. Meistertitel U15 und Bronze für U11

Am letzten Wochenende (2./3.6.2018) fanden in Viktring (BSH Viktring) die Österreichischen Meisterschaften in der Nachwuchsklasse U15w statt. Es haben sich die 9 Landesmeister sowie die 3 Vizemeister aus den Bundesländern lt. ÖVV-Rangliste qualifiziert – für Kärnten eben der veranstaltende Verein ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt als Landesmeister und die Brückl Hotvolleys.

Die ATSC Girls zeigten das die nächsten Talente für die Bundesliga bereits im Anmarsch sind – mit glatten 2:0 Siegen in der Vorrunde gegen USVC Oberschützen und ASKÖ Linz/Steg wurde Platz 1 fixiert – im Spiel um den Einzug in die Final Four ließ man der Spielgemeinschaft Trofaiach/Eisenerz aus der Steiermark mit 2:0 ((25:17 u. 25:18) ebenfalls kein Chance. Weiters qualifizierten sich für das Final Four die Brückl Hotvolleys, ASKÖ Volksbank Purgstall, OÖ und die volley16 wien.

Im Final Four am Sonntag haben sich die ATSC-Mädels nochmals gesteigert und gegen Brückl mit 2:0 (25:16 u. 25:9) souverän das Finale erreicht.  Der Finalgegner wurde zwischen den volley16 wien und dem ASKÖ Purgstall ermittelt und haben sich die Mädels aus Oberösterreich ebenfalls klar in 2 Sätzen den Finaleinzug gesichert. Im kleinen Finale sicherten sich die volley16 wien mit einem knappen 2:1 Erfolg gegen Brückl die Bronzemedaille.

Im anschließenden Finale (Best of Five) zeigte sich vom Start weg, dass die ATSC Mädels den Ton angaben und setzte man sich schnell entscheidend ab und sicherte sich Satz 1 vor einer tollen Fan-Kulisse mit einem Score von 25:17 – auch im 2. Satz setzte sich die Überlegenheit fort und stellte man mit 25:18 auf eine 2:0 Satzführung – im 3. Satz wurde mit einem überlegenen 25:8 der Österreichische Meistertitel fixiert – somit wurde seitens der ATSC Girls im gesamten Turnierverlauf kein Satz abgegeben und der Meistertitel eindrucksvoll nach Kärnten geholt.

Auch die U11-Mannschaft konnte beim in Oberwart stattfindenden ÖMS-Turnier den hervorragenden 3. Platz (es qualifizierten sich 16 Teams) erreichen.

Herzliche Gratulation an die Mädels und unser erfolgreiches Trainerteam: Maja Präprost und Lotta Hüwe (U15) und Benia Rasic (U11).

Wildcats um den Finaleinzug

Das zweite Halbfinalspiel zwischen Linz/Steg und der SG Kelag Klagenfurt geht am Mittwoch, 14. 03. 2018 in Linz Urfahr über die Bühne. Der Termin stand lange in Frage, ist doch die Halle in Linz für das Semifinale laut Ausschreibung des ÖVV zu niedrig. Die diversen Alternativen (Enns, Steyr, Amstetten) waren besetzt und so erteilte der Österreichische Volleyballverband den Linzerinnen eine Ausnahmegenehmigung für die Durchführung des Spiels.

Nach der ersten Begegnung fahren die Wildkatzen mit geschärften Krallen in die Stahlstadt, können sie doch bereits am Mittwoch den Einzug ins Endspiel realisieren. Ein paar Elemente im Spiel der Klagenfurterinnen gilt es noch abzustimmen, zudem steht entsprechendes Videostudium am Trainingsprogramm. „Wir müssen uns in Linz steigern, wenn wir den Finaleinzug schaffen wollen“ ist sich auch Coach Voggenberger bewußt, dass sein Team an der Donau ein starker Gegenwind erwarten wird. „Linz wird alles in die Waagschale werfen, um in der Serie zu verbleiben. Wir dürfen uns auswärts sicher nicht solche Hänger wie im Heimspiel erlauben“ spielt er weiter auf die Serien in den Sätzen 2 und 3 an, als Linz jeweils einen großen Rückstand egalisieren konnte.

Dennoch ist man sich im Lager der Wildkatzen bewusst, dass man im ersten Spiel klar das Tempo des Spiels bestimmt und auf die Stärken von Vizemeister Linz stets eine Antwort parat hatte. Linz steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und muss zuhause gewinnen. „Wenn wir unsere Qualitäten abrufen können und als Team spielen, gewinnen wir auch in Linz!“ gibt Trainer Voggenberger die Marschroute vor.

 

25.11.2017 – Warm Up in der Lerchenfeld-Halle

     

Liebe Eltern,

liebe Freunde, Fans und Unterstützer des Volleyball-Sports,

 

der ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt lädt Sie/Dich am

25.11.2017 ab 13.00 Uhr

zu einem Warm-Up mit Glühwein und Maroni

in die Lerchenfeld-Halle (BRG-Lerchenfeld)

ein.

An diesem Tag finden 3 Heimspiele statt:

14:00 Uhr Landesliga  ATSC3 : Brückl

16:30 Uhr 2. BL Süd    ATSC2 : VBK Wörthersee Löwinnen

19:00 Uhr AVL             ATSC1 : TI Volley Innsbruck.

Wir freuen uns, Sie/Dich bei uns in der Halle begrüßen zu dürfen.

 

Der Vorstand

ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt

 

Alpo Suhonen im ORF Interview: Abschiedsanalyse

Einer der sich nunmehr auch im österreichischen Profi Eishockey auskennt – untadelig und mit bestem internationalem Leumund spricht in einem ORF Interview über seine Aufgaben und Arbeit im österreichischen Eishockey ( jedwede Parallelen zu anderen Sportarten in Österreich wären ja wohl reiner Zufall – schon gar zum heimischen Volleyballsport ):

ORF online / Sport / 06.06.2017

Nach dem WM-Abstieg 2011 hat der damalige Präsident des Österreichischen Eishockey-Verbandes (ÖEHV) Dieter Kalt einen radikalen Umbruch angekündigt. Ein Jahr später begann der neue Sportdirektor Alpo Suhonen, die Strukturen umzukrempeln. „Es war ein Riesenabenteuer“, blickt der Finne im Gespräch mit ORF.at auf fünf Jahre Arbeit zurück. Viel wurde erreicht, doch einige Hürden waren nicht zu überwinden.

Mit einem stattlichen Lebenslauf – Suhonen war nicht nur finnischer Teamchef und Schweizer Meister, sondern auch einer der ersten gebürtigen Europäer auf einem Cheftrainersessel der National Hockey League (NHL) – und vom Präsidium mit mehr oder weniger freier Hand ausgestattet, trat der Finne zur Modernisierung des heimischen Systems an.

Die Jugendarbeit sollte auf Vordermann gebracht und eine heimische Trainerstruktur aufgebaut werden. „Das langfristige Ziel war, dass sich eine österreichische Identität für das österreichische Eishockey entwickelt. Eben mehr österreichische Trainer und Spieler“, so Suhonen.

Strukturell auf A-Niveau

Zum Ende seiner fünfjährigen Amtszeit schaut die Sache laut Suhonen recht gut aus. „Wir sind jetzt strukturell auf dem Niveau der guten Eishockey-Länder. Nicht qualitativ, sondern was die Struktur betrifft“, zieht der 68-Jährige durchaus positive Bilanz. Bei der Trainerausbildung zahlten sich das Mentoring-Projekt und die zweimal im Jahr stattfindenden Coaches Clinics voll aus. „Wir haben ab nächstes Jahr 30 neue Coachs, die ersten 15 werden heuer fertig“, so Suhonen.

In den diversen Nationalteams gibt es nun nur noch Österreicher im Betreuerstab. Seniorenteamchef Roger Bader ausgenommen, aber auch der spricht als Schweizer Deutsch. Heimische Trainer seien der Anfang einer langen Reise zum Erfolg, so Suhonen. „Wenn man gute Trainer hat, die Deutsch sprechen und so leichter Zugang zu den Jungen haben, dann entwickelt sich etwas“, so der Finne. „Der Coach ist nach der eigenen Identität der wichtigste Erfolgsfaktor. Nicht General Manager, Sponsoren oder Medien, nur der Coach.“

An dem nun geschaffenen Pool an österreichischen Trainern werden auch die Clubs der Erste Bank Eishockey Liga nicht vorbeikommen, ist der 68-Jährige überzeugt. Aber: „Headcoach in der EBEL ist vielleicht noch weit weg, aber als Assistenten und Nachwuchscoachs können sie starten. Wir haben jetzt den Grundstein gelegt“, sagt Suhonen.

Umbruch geschafft

Auch im Nationalteam sei der nötige Umbruch erfolgreich geschafft worden, meint der Sportdirektor und verweist auf den erst jüngst geschafften souveränen Aufstieg: „Wir haben in Sotschi (Olympia 2014, Anm.) mit einer Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren gespielt und jetzt mit einem Schnitt von 25 Jahren, neuen Spielern und neuen Coachs wieder den Aufstieg geschafft.“ Dazu sei „in der U18 ist jetzt eine sehr gute Generation da. Sie waren schon nahe an B-Niveau und werden jetzt sicher aufsteigen.“

Aber erst wenn alle Stufen auf A-Niveau sind, werde sich langfristig Erfolg einstellen: „Ein Turnier zu gewinnen, ist nicht das ganze Bild.“ Ob sich die junge Generation aber so schnell entwickeln darf, wie erhofft, steht in den Sternen. Denn in der EBEL sind Österreicher nach wie vor nur bedingt gefragt. Billige und leicht austauschbare Legionäre verstellen Talenten den Weg.

„Wenn unsere Spieler nicht in der eigenen Liga in den entscheidenden Situationen wie Powerplay spielen dürfen, ist es immer problematisch“, fordert Suhonen einmal mehr ein Umdenken. Zwar wurde vergangenes Jahr mit der Alps Hockey League (AHL) eine Perspektivliga für junge Spieler gegründet, mehr als eine leichte Annäherung an die EBEL ist diese aber nicht.

Es fehlt die Zusammenarbeit

Auch wenn aus Suhonens Sicht viel erreicht wurde, es wäre noch mehr gegangen. Eine Transferkartenregelung, die eine Reduzierung der Legionärsanzahl pro Club bedeutet hätte, wurde von den Clubvertretern ebenso abgeschmettert wie der Vorschlag, österreichische Spieler zwölf Monate anzustellen. Aktuell treffen sich heimische Eishackler in der Zwischensaison auf dem Arbeitsamt – ein steuerlicher Vorteil für die Clubs.

Nicht nur wegen dieser gescheiterten Projekte bezeichnet Suhonen die fünf Jahre in Österreich als „die härtesten meiner Karriere.“ Vor allem die aus seiner Sicht mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Verband kann Suhonen auch nach fünf Jahren in Österreich nicht nachvollziehen.

Generationswechsel nötig

„Verband, Liga, regionale Verbände und ausländische Trainer – es gibt so viele Variablen, die alle in verschiedene Richtungen gehen und nicht in eine gemeinsame, wie zum Beispiel in Skandinavien“, so Suhonen. „Wenn es darum geht, schaut jeder zuerst auf sich. Es wird oft was anderes gesagt, was dann später gemacht wird.“

Dass der Finne mit der Rückendeckung des Präsidiums viele alte Seilschaften auflöste, sorgte ebenfalls für böses Blut. Die Entfernung diverser Referenten auf Nationalteamebene brachte dem 68-Jährigen viele Feinde ein. „Es waren sehr viele Leute sehr böse auf mich“, so Suhonen, der aber seine Maßnahmen verteidigt: „Um den Sport hier noch mehr zu professionalisieren, braucht es einen Generationswechsel.“ Daher setzt der Finne auch große Hoffnungen in den neuen Präsidenten Gernot Mittendorfer: „Es ein Anfang. Aber es braucht noch viele Änderungen.“

„Ich bin nicht böse“

Überrascht sei er auch von teils heftiger medialer Kritik an seinem Vorgehen gewesen: „Es hat immer gute und schlechte Zeiten gegeben, aber solche teils persönliche Attacken von Journalisten habe ich nicht gekannt.“ Speziell die Schelte nach der verpatzten Olympiaquali mit ihm als Teamchef stößt dem Finnen noch immer sauer auf.

Denn niemand sonst hätte sich den laut Suhonen „Selbstmord“ als Interimsteamchef nach praktisch nicht vorhandener Vorbereitung angetan: „Es gab in dieser Situation keine Möglichkeit, jemanden zu finden, der die Spieler kennt. Ich wurde attackiert, weil ich helfen wollte.“ Trotzdem verlässt der Finne, der auch mit 68 Jahren noch keine Lust auf die Pension hat, Österreichs Eishockey-Landschaft nicht im Groll. „Ich bin nicht böse. Ich war wahrscheinlich nicht genug Diplomat“, blickt Suhonen zurück.

Eines wird ihm an Österreich besonders abgehen: „Die Kultur, die Kunst, die Theater – auf diesem Gebiet waren diese fünf Jahre sehr interessant“, so Suhonen, „es ist ein interessanter Kontrast: Österreich ist so reich an kulturellen und wissenschaftlichen Errungenschaften, aber in der Sportwelt werden diese, speziell im wissenschaftlichen Bereich, nicht genutzt. Ich hatte oft das Gefühl, der Sport existiert in Österreich in einer eigenen Blase. Aber es bleibt alles in allem ein positiver Eindruck.“

Persönliche Saisonbilanz 2016 / 17 einer „Talenteschmiede“

Die am Wochenende mit den letzten ÖM Nachwuchsbewerben sehr erfolgreich für den ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt zu Ende gegangene Saison 2016/17 bietet nunmehr auch Zeit ein Resümee der vergangenen Spielzeit zu ziehen.

Zuerst die Zahlen:

Bundesliga I            4. Platz Meisterschaft und Erreichen des Final Four im österreichischen Cupbewerb

Bundesliga II           Relegation gegen den Abstieg aus der II. BL gewonnen ( Gegner Ried )

U19                             Österreichische Staatsmeisterinnen ( Gold )                       2015/16:    ÖM Platz 1 ( Gold )

U17                              ÖM  Platz 8                                                                                                      ÖM Platz 2 ( Silber )

U15                              ÖM   Platz 3 ( Bronze )                                                                                 Ktn. 3. Platz

U13                              Kärntner Meisterschaften Platz 3                                                                ÖM Platz 2 ( Silber )

U12                              ÖM    Platz 2 ( Silber )                                                                                   ÖM Platz 9

U11                               Österreichische Staatsmeisterinnen ( Gold )                                            Ktn. Platz 4

Bei näherer Betrachtung dieser Erfolgsliste wird schnell ersichtlich, dass ( auch im Kontext mit den Vorjahren ) im Verein hervorragende Nachwuchsarbeit geleistet wurde und wird. Eine unsichtbare Schranke scheint sich erstmals im Maturajahr der Spielerinnen, also mit 17 und 18 zu ergeben, wenn sie nicht im Kader der Kampfmannschaft stehen und „nur“ im Team der Bundesliga II zum Einsatz kommen. Dies sei auch dem ausgedünnten Kadern geschuldet, da für einen Verein mit unserer Größe noch immer viel zu wenig Nachwuchsspielerinnen zum Volleyballsport finden, um so einen „österreichischen Weg“ ( Beispiel UVC Graz ) mit dem Bundesliga I Team gehen zu können. Außerdem ist es schon mathematisch erwiesen, dass eine Teilung einer ohnehin kleinen Anzahl an Spielerinnen durch vor Ort um diese Spielerinnen konkurrierende Vereine nicht zu einer Optimierung der Leistungen führen kann. Abgesehen von natürlichen Leistungsschwankungen der sehr jungen Spielerinnen bei den einzelnen Nachwuchsturnieren erkämpfen sie regelmäßig in allen Altersklassen Medaillen bei österreichischen Meisterschaften und stellen eine Vielzahl an Nationalteamspielerinnen. Hier ist eindeutig die kontinuierliche Arbeit und die langjährige Verantwortung unserer Nachwuchstrainnerinnen Benja Rasic und Maja Präprost mit deren Team als Handschrift zu erkennen – dafür herzlichen Dank und ebenso herzlichen Glückwunsch zur „Talenteschmiede“ und den großen Erfolgen mit den jungen Wildkatzen.

Negativ für diese Entwicklung erscheinen die vielseitigen „Verpflichtungen“ dieser Talente schon im Teeniealter mit Verein ( in viel zu vielen Mannschaften eingesetzt ) und in den diversen Auswahlen ( Schule, Kärnten, Nationalteam ). Hier herrscht eindeutig großer Verbesserungsbedarf hinsichtlich stringenter Strukturen ( klare Mannschaftszuordnungen der Spielerinnen – z. B. kein permanenter Einsatz von 15jährigen in der Kampfmannschaft etc. ), Ausbau der medizinischen Betreuung ( Arzt, Physio und Trainingsüberwachung permanent ) schon ab U15 etc.

Dies muß im Verein „gelebt“ und vom Trainerteam langfristig umgesetzt werden damit nicht schon in frühen Sportlerinnenalter ûnbedacht der Grundstein für schwere Langzeitschäden gelegt wird ( Wirbelsäule, Bänder und Gelenke, Rücken- und Schultermuskulatur etc. ) zumal die jungen Damen in diesen Jahren individuelle Entwicklungsphasen durchzumachen haben und schon aus diesem Grund vor falschem Ehrgeiz ( auch jenem der Eltern ) zu bewahren sind. Hier sind die größeren Talente behutsam aufzubauen und über einen längeren Zeitraum an den Bundesligaanspruch heranzuführen.

Womit wir beim schwierigsten Teil des Unternehmens „Spitzenclub und Talenteschmiede“ angekommen wären – schon in den letzten Jahren kam es zu einer mehr oder weniger verwässerten Kadereinteilung ( als Gesamtkader 1 – 23 für I. und II. Bundesliga tituliert ), die sich einerseits am vorhandenen Spielerinnenpotential der heimischen Wildkatzen zu orientieren hatte, andererseits jedoch dem Desinteresse des damaligen Cheftrainers an der II. Bundesliga und den Spielerinnen geschuldet war. Um dies zu korrigieren trennte sich der Vorstand vom Trainer, verpflichtete ein Trainerteam für die II. Bundesliga und eine neue Cheftrainerin.

Da die Anzahl der Kaderspielerinnen für die Bundesligateams ohnehin ausgedünnt ist, das Niveau für die I. Bundesliga auch in starken Jahrgängen von zu wenigen heimischen Spielerinnen erreicht bzw. gehalten werden konnte, permanent auch der Verletzungsteufel zuschlug und heimische Spielerinnen nicht an den Verein gebunden werden konnten ( teils Studienbeginn in Wien, teils Abwanderung zu ausländischen Klubs, langwierige und schwere Verletzungen etc. ) mußten jede Saison „Legionärinnen“ aus Amerika, Slowenien, Serbien verpflichtet werden um den Anspruch auf einen Spitzenplatz in der Meisterschaft und im Cup im Vergleich zum eingesetzten Budget rechtfertigen zu können. Hier scheiterten die Überlegungen und Ausrichtungen des Vorstandes an den internen und externen Strukturen.

Erfolgreiche Jugendarbeit bedeutet Spielerinnen an die Nationalmannschaft abzustellen, was ja eigentlich eine hohe Auszeichnung für die Spielerin und den Verein darstellt – nicht aber wenn diese Spielerinnen in jungen Jahren schon in mehreren Kadern der Nationalteams auftreten müssen, die Folgen der Überlastungen der Verein zu tragen hat ( andere pausieren und haben Erholungsphasen sowohl körperlich, als auch mental vom Schulbetrieb und von der permanenten Sportbelastung etc ) und das Verletzungsrisiko jede Saison ab Jänner / Feber deutlich zu steigen beginnt. Je erfolgreicher die Talenteschmiede umso schwieriger wird es für den Verein einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb aufrecht zu erhalten und gezielt auf Saisonziele hinzuarbeiten da außer den Legionärinnen fast alle heimischen Stammspielerinnen, so sie nicht ohnehin verletzt sind, entweder nicht zur Verfügung stehen oder einer Erholungspause bedürfen, um dem permanenten Beanspruchungen mit zunehmender Saisondauer noch entsprechen zu können. Die Legionärinnen beginnen etwa zu dieser Zeit ( im Dezember ) ebenfalls unter den geänderten Trainings- und Belastungsprofilen zu „leiden“, da die Stammspielerinnen selten mehrere Trainingseinheiten hintereinander miteinander absolvieren können. Fazit: entweder es steht eine hohe Anzahl an Legionärinnen zur Verfügung, die ohnehin das Spiel tragen( siehe Serienmeister Sokol Wien ) und die heimischen Spielerinnen dürfen auch zeitweise mitspielen, oder es sind ausreichend heimische Spielerinnen mit Bundesliganiveau im Kader ( dzt. nur in Graz der Fall ) und das eigentliche Ziel nur mit heimischen Talenten konkurrenzfähig zu sein wird erreicht.

Was bleibt ist als Conclusio einerseits höchst erfreulich und andererseits höchst ernüchternd – Jugendarbeit lohnt sich und trägt Früchte, die TrainerInnen und die Spielerinnen zeigen mit ihren Leistungen jedes Jahr, dass man mit Talent, Ehrgeiz und Fleiß bei richtiger, einfühlsamer und problembewußter Führung große Erfolge nach Hause bringen kann. Konzentrierter Mannschaftssport ist für die Gesundheit, den Willen und die Charakterbildung dieser jungen Menschen überaus wichtig und dessen gesellschaftliche Bedeutung muß vom Umfeld auch so gesehen und gefördert werden.

Weiterführende Bewerbsstrukturen sind dann nur noch zum „teuren Dabeisein“ und als Notwendigkeit für die Erlangung von Serienmeistertitel in Wien vorgesehen, da mit 51 Meistertiteln und in Serie keine Liga der Welt gesund sein kann, wenn der Verein  ausschließlich von finanziellen Zuwendungen von Stadt, Land und Sponsoren abhängig ist, bei denen Vizemeistertitel oder mittlere bis hintere Tabellenplätze in Serie keinerlei Euphorie und Freudentaumel auszulösen im Stande sind und außerdem dann auch noch vom Verband in bestehende, langjährige Sponsorverträge einzugreifen versucht wird und dies auch von Erfolg gekrönt ist.

Im professionellen, bezahlten Sport müssen nun einmal der gesponserten Unterstützung zähl- und verwertbare Leistungen gegenüber zu stellen sein – ist dies nicht durch Werbung, Medien und Einschaltziffern zu ermöglichen und steht das Budget nicht im Verhältnis zu damit realistisch erreichbaren Erfolgen ist jeder Verein gut beraten keine finanziellen Abenteuer aus welchen Gründen auch immer zu starten oder fortzusetzen, sondern sich auf seine Nachwuchsarbeit zu fokussieren – denn damit können nach wie vor – siehe oben – viele wertvolle menschliche und sportliche Ziele erreicht werden, die es allemal einer unprofessionellen Scheinwelt einiger Weniger vorzuziehen gilt.

Nachsatz: aus Fehlern sollte man lernen und so wird es unumgänglich zum Wohle des Kärntner Volleyballsportes sein alte Gegensätze zu überdenken und zu begraben – den Jugendsport eindeutig und stringent zu organisieren, nicht alles nur mit wenig Erfolg zu machen, sondern konzentriert zu arbeiten und so maximalen Erfolg für die Sportler, Betreuer und Vereine vorweisen zu können.

Klagenfurt braucht nur einen Verein jeweils für Mädchen und Burschen, darüber jedoch die Anbindung an ein Leistungszentrum für die Jugendlichen und jeweils eine konkurrenzfähige Bundesligamannschaft, welche dann auch schon mal um Titel und Cupsiege mitspielen können sollte.

DI Jürgen Freller

Saisonfinale der Wildcats

Schon heute Abend steht der KAC im 4. Eishockeyfinalspiel mit dem Rücken zur Wand und muss mit einem Sieg um die Verlängerung der Serie im Titelkampf fighten oder die Saison ist für die Rotjacken beendet – die Ausgangslage für die Wildcats ist ident – Sieg oder Saisonende und undankbarer 4. Platz!

Für die morgen Samstag ab 16:30h in der Lerchenfeldhalle beginnende Doppelveranstaltung steht gegen UVC Graz der Favorit auf der anderen Seite des Netzbandes und nur die größten Optimisten glauben an eine Leistungssteigerung und eine Entscheidung im 3. Finalspiel, so klar dominierten die Grazerinnen die Sätze 2 bis 4 der ersten Begegnung. Aber im Sport sind solche Überraschungen in „Alles oder Nichts“ – Partien immerhin möglich und damit lebt zumindest die Hoffnung auf die Bronzemedaille, auch wenn noch dazu die Standartlibera auszufallen droht und der Coach an Umstellungen im viel zu kleinen Kader tüfteln muss.

In der zweiten Begegnung des morgigen Abends kann die Brisanz nicht höher sein – im Match der Wildcats II gegen Jennersdorf wird die Abstiegsfrage aus der 2. Bundesliga im direkten Duell geklärt und damit auch Weichen für die Zukunft des Vereines gestellt. Das Hinspiel in Jennersdorf konnten die Nachwuchswildkatzen mit 3:2 für sich entscheiden und liegen somit noch 2 Punkte vor dem Abstiegsplatz – damit ist klar: verlieren verboten!

Unsere Wildkatzen hoffen auf größtmögliche Unterstützung des Heimpublikums und das notwendige Ballglück um diese letzten Aufgaben der Saison bestmöglich lösen zu können – wir wünschen dazu alles Gute, Nervenstärke und viel Erfolg!