Lehrstunde für die Wildcats

Die Kelag Wildcats unterlagen Tabellenführer UVC Graz ganz glatt mit 0:3 (-8,-13,-22). Vor allem im Block und in der Abwehr zogen die Gäste aus Graz den Wildkatzen die Zähne und erteilten den Wildkatzen im Lerchenfeld eine Lehrstunde.

Dabei waren die ersten beiden Sätze eine klare Sache für die Murstädterinnen. Egal was die Wildcats im Angriff auch versuchten, sie fanden in den Grazerinnen ihre Meister: entweder fassten die Gäste am Block zu oder sie wehrten den Angriff ab und verwerteten sofort den Gegenangriff. Durch den Einbahnvolleyball zugunsten der Uhrturmchicks stand es nach 40 Minuten 2:0 in Sätzen.

Erst im dritten Satz entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch. Die Wildkatzen sahen sich 13:9 im Vorteil ehe eine Aufschlagserie von Eva Dumphart das Blatt zugunsten von Graz wendete. So entschieden die Gäste auch den dritten Satz mit 25:22 für sich.

„Graz hat eine routinierte Mannschaft, die uns heute klar die Grenzen aufgezeigt hat. Unsere jungen Stammspielerinnen haben heute Lehrgeld gezahlt“ spielt Trainer Helmut Voggenberger darauf an, dass an diesem Abend mit Ausnahme von Ana Bajic keine Akteurin das Niveau mitbrachte, um Graz gefährlich zu werden.

Ein Blick auf die Statistik untermauert diese These: 24:40 Angriffspunkte, 3:6 Asse, 4:9 Blockpunkte, 20:12 Eigenfehler aus Sicht der Wildkatzen standen schlussendlich zu Buche.

Tabellenführer Graz zu Gast

Die Kelag Wildcats empfangen am Samstag, 12.12.2020 um 19:00 in der SH Lerchenfeld Tabellenführer UVC Graz. Die Murstädterinnen sind seit dem Aufstieg im Europacup das Maß der Dinge im Österreichischen Damenvolleyballsport.

„Es wird eine schwierige Aufgabe“ ist sich Trainer Voggenberger vor der Partie gegen Graz bewusst. Die Wildkatzen haben zu dem einige Baustellen zu beklagen. Über dem Einsatz von Topscorerin Nina Bajic hängt ein großes Fragezeichen, ihr Rücken lässt wohl keinen Einsatz zu. Die orthopädische Untersuchung soll Klarheit über einen eventuellen Einsatz der Mittelblockerin bringen.

Fehlen wird mit Sicherheit Manuela Rabitsch, die ihre junge Karriere bis auf weiteres unterbricht und der Schule den Vorzug geben wird. Für Rabitsch rückt Isabella Katz in die Mannschaft nach, die bereits am Dienstag in Hartberg das Team unterstützte.

Die Vorzeichen stehen also denkbar schlecht, dennoch wollen sich die Wildcats in der Heimhalle nicht vorschnell geschlagen geben. „Wir haben in dieser Saison schon einige Rückschläge und Ausfälle wegstecken müssen“ weiß auch Obmann Josef Laibacher, der aber dennoch auf die erfahrenen Kräfte im Kollektiv der Klagenfurterinnen baut. „Wenn jemand aus dem Stamm fehlt, müssen die anderen einfach über sich hinauswachsen.“ so die Forderung der Klubführung.

Wichtiger Sieg gegen TI

ATSC Kelag Wildcats Klagenfurt hat auch das zweite Duell mit TI-abc-fliesen-volley im DenizBank AG VL Women-Grunddurchgang in fünf Sätzen gewonnen. Die Gastgeberinnen entschieden am Mittwoch das erste ORF Sport+-Livespiel der Saison im Sportpark Klagenfurt 3:2 (22:25, 25:21, 25:19, 23:25, 15:8) für sich. Durch den vierten Sieg kletterten die Wildcats auf Rang sechs, TI-volley ist Dritter vor dem punktegleichen Rekordmeister SG VB NÖ Sokol/Post.

Topscorerinnen bei Klagenfurt waren Lucia Aichholzer (16), Ana Bajic (15) und Anja Trailovic (12). Auf Seite von TI-volley verbuchten Braedyn Tutton (18), Martyna Walter (17) und Myriam Robitaille (14) die meisten Punkte. Die Gastgeberinnen erzielten mehr Angriffspunkte (57:50) und Asse (9:6 bei 6:14 Servicefehlern). Die Fliesenlegerinnen aus Innsbruck waren am Block erfolgreicher (15:10) und begingen mehr Eigenfehler (34:27).

Wildcats-Kapitänin Daniela Katz: „Es war ein Spiel mit vielen Höhen und Tiefen, ich bin aber sehr stolz, dass wir am Ende gewinnen konnten. Wir müssen weiter um jeden Punkt kämpfen, die Teams sind heuer sehr ausgeglichen.“

Wildcats-Coach Helmut Voggenberger: „Im ersten Satz haben wir eine 22:17-Führung aus der Hand gegeben. Wenn uns das nicht passiert wäre, hätte es viel schneller gehen können. Bei uns schleichen sich leider immer wieder Fehler ein, die so nicht sein dürfen. Daran müssen wir arbeiten. Der Sieg hat uns aber wieder zurück in die Spur gebracht. Gratulation an mein Team.“