1:3 zum Auftakt

Die Kelag Wildcats mussten zum Auftakt der AVL Women gegen Meister Linz/Steg eine 1:3 (24,-22,-8,-17) Niederlage hinnehmen. Nach zwei ausgeglichenen Sätzen fanden die Heimischen keine Mittel, um sich gegen die Stahlstädterinnen durchzusetzen und unterlagen letztlich klar.

Die Statistik spricht eine klare Sprache: 2:9 Servicepunkte, 43:53 Kills im Angriff, 7:12 Blockpunkte. Die Wildkatzen sahen sich in allen Teilbereichen klar im Hintertreffen und ließen Linz alle drei Punkte für die Tabelle aus Klagenfurt entführen.

Nach dem tollen ersten Satz (26:24, Anm.) schlichen sich im Spiel der Wildkatzen Abstimmungsprobleme und Konfusion ein. Linz nützte diese Situationen eiskalt aus und schaffte den Satzausgleich (25:22). Über den dritten Satz breiten wir den Mantel des Schweigens: nach 7 (!) unerzwungenen Eigenfehlern zu Satzbeginn ergaben sich die Wildkatzen bald ihrem Schicksal und gingen mit 8:25 unter. Im vierten Durchgang keimte bei 10:11 noch einmal kurz Hoffnung auf einen Entscheidungssatz auf, doch die Angriffsperformance der Leistungsträger ließ nicht mehr zu als ein 17:25.

„Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Außenangriff hat heute nicht wie gewohnt geklappt. Daran gilt es zu arbeiten“ resumiert Trainer Voggenberger das Spiel knapp. Der Blick auf die Matchdetails spricht Bände: Maros und Spasojevic scorten für Linz 38 Punkte, Bajic Ana und Lucia Aichholzer für die Wildkatzen 13. Das gilt es zu korrigieren!

Scorer: Nina Bajic 17, Linda Striek 8, Lucia Aichholzer 7, Ana Bajic 6, Magda Rabitsch und Dani Katz je 4, Nada Fanic und Anja Trailovic je 3

Vorhang auf zur AVL!

Die Kelag Wildcats bitten am Samstag, 26.9.2020 zum Auftakt der Saison 2020/21 zum Heimspieldoppel in die SH Lerchenfeld! Nach dem Ligaabbruch im Frühjahr brennen die Wildkatzen auf das erste Bewerbsspiel seit mehr als sechs Monaten.

Den Anfang machen um 16:00 die Jungkatzen rund um Coach Maja Präprost, die sich nach der erfolgreichen abgelaufenen Saison heuer neu formieren müssen. „Nach den Abgängen von Tatjana Rajic (Karriereende) und Linda Striek (1. Mannschaft) müssen wir uns neu finden“ umreisst die Trainerin die derzeitige Situation. Mit Nici Jernej und Amelie Lippitsch stoßen zwei Perspektivspielerinnen von den Wörtherseelöwen zum Wildkatzenrudel. „Wir wollen auf alle Fälle die Klasse erhalten und die Mädchen sollen sich individuell weiterentwickeln“, so das klare Ziel für die 2. Mannschaft.

Ab 19:00 wartet dann der größte Brocken der Liga auf die Wildkatzen der AVL: mit Linz gastiert der Cupsieger 2020 in der Klagenfurter Lerchenfeldhalle. 72 (!) Zuseher sind zum Spiel gegen das Topteam der Liga zugelassen, Registrierungspflicht und Mund-Nasen-Schutz werden sicher zum ständigen Begleiter in der heurigen Saison. „Sportlich sind wir gut vorbereitet, der erste Sieg auf gesundheitlicher Linie ist auch schon eingefahren: alle Kaderspielerinnen der Wildcats haben den CPR Test negativ abgelegt und können am Samstag auflaufen“ so ein erleichterter Obmann Laibacher vor dem Saisonauftakt.

Die Steelvolleys gehen morgen sicher als Favorit in die Begegnung. Die von Niki Maros angeführten Linzerinnen treten in Klagenfurt mit fünf Nationalspielerinnen und zwei Internationalen an. Die Wildkatzen freuen sich auf die Begegnung mit den Oberösterreicherinnen. „Das wird eine richtige Standortbestimmung für uns“ kommentiert auch die wiedergenesene Kapitänin Daniela Katz. Neu im Team der Wildkatzen ist die Griechin Chara „Rouli“ Papadopoulou, ansonsten ist das Team der Kärntnerinnen fast unverändert geblieben.

Nach der erfolgreichen Vorbereitungsetappe mit 4 Siegen en suite stimmt auch die Stimmung im Team der Wildkatzen. „Wir werden uns zuhause teuer verkaufen und auf Sieg spielen! Linz ist sicherlich stark, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken“ blickt Trainer Helmut Voggenberger dem morgigen Duell hoffnungsvoll entgegen.

Erste Tests erfolgreich absolviert

Die vierte Woche der Vorbereitung auf die AVL Women ist vorbei. Die ersten beiden Testspiele unter COVID Präventivmaßnahmen haben die Kelag Wildcats siegreich absolviert. Die beiden slowenischen Erstligisten Logatec (3:0, 2:0) und Grosuplje (3:1, 0:1) wurde jeweils deutlich in die Schranken gewiesen.

Das erste Spiel seit dem Coronalockdown am 13. März 2020 stand ganz klar im Zeichen der Wildkatzen. Gegen OK Logatec ließen sie Wildkatzen in allen 5 gespielten Sätzen nie Zweifel über den Ausgang aufkommen und dominierten das Spielgeschehen ganz klar. Vor allem am Aufschlag und im Angriff war die Überlegenheit deutlich. Den Topscore holten sich in diesem Spiel Ana Bajic und Lucia Aichholzer mit je 15 Punkten.

Das zweite Spiel gegen Flip Flop Grosuplje war auf deutlich höherem Niveau. Die Kelag Wildcats konnten sich gegen die starken Sloweninnen aber dennoch behaupten und siegten verdient mit 3:1. Den abschließenden Trainingssatz holten sich die Gäste mit 16:14. Topscorerinnen waren in diesem Spiel die beiden Mittespielerinnen Linda Striek und Nina Bajic mit je 13 Punkten.

Alle Kaderspielerinnen konnten erfolgreich eingesetzt werden. „Wir sind als Kollektiv gewachsen und sind auf fast allen Positionen doppelt besetzt und gut aufgestellt“ resumiert Trainer Voggenberger die ersten sportlichen Tests optimistisch.

Time to say goodbye

Das Team der Kelag Wildcats steckt voll in der Vorbereitung zur neuen Saison. Bevor wir das neue Team aber detailliert vorstellen, wollen wir vier Damen vor den Vorhang holen, die nach der Coronaunterbrechung nicht mehr im Dress der Wildkatzen auf Beutezug gehen werden.

Mit Anna Pajer hat sich ein sehr verlässliches Teammitglied entschlossen, ihre Volleyballschuhe an den Nagel zu hängen. Die 21jährige Grafensteinerin wechselte mit 14 Jahren in die Landeshauptstadt und gewann im Nachwuchs alle erdenklichen Titel: 3 Österreichische Meistertitel in der Klasse U19 en suite und das Finale 2018 in der allgemeinen Klasse sind neben zahlreicher Juniorennationalteameinsätze die Highlights in Annas junger Karriere. Sie wird sich nunmehr mehr ihrem Studium widmen und dem Volleyballsport nicht mehr alles unterordnen. Ein besonderes Schmankerl war sicherlich ihre Nominierung zur Leitfigur für die Werbekampagne des Paninistickeralbum des Kärntner Sports!

Maria Obernosterer kehrt dem Leistungsvolleyball den Rücken und möchte sich vermehrt ihrer Familie und der beruflichen Weiterbildung widmen. „Volleyball hat in dem geforderten Ausmaß keinen Platz mehr“ sagt die dreifache Mutter zu ihrer Entscheidung.

Mit Lena Stockhammer verlieren die Wildkatzen ihre Zuspielerin. Nach bestandener Matura bekam die 19jährige Klagenfurterin ein Vollstipendium an der Universität von Florida angeboten. Trotz aller Coronaunsicherheiten trat Lena das Abenteuer an und trainiert seit nunmehr einem Monat im neuen Umfeld „Für mich geht ein Traum in Erfüllung!“ kommentiert die mehrfache Juniorenteamspielerin ihren Schritt über den großen Teich.

Jaelyn Keene ist keine Wildkatze mehr. Die Amerikanische Waffe und Topscorerin der Wildkatzen schlug eine Vertragsverlängerung aus und wird künftig in Finnland auf Punktejagd gehen. „Wir wünschen Jae eine erfolgreiche Zukunft. Sie war in allen Belangen top!“ trauert auch Obmann Joe Laibacher der charismatischen Ausnahmespielerin nach.

Im Namen der Kelag Wildcats wünschen wir allen 4 Akteurinnen viel Erfolg und hoffen, dass die Zeit im Dress der Wildcats in guter Erinnerung bleibt und dass ihr für eure Zeit danach positive Impulse mitnehmen könnt!