Analyse des Grunddurchgangs

Der Grunddurchgang der AVL Women 2017/18 ist Geschichte und erstmals seit Menschengedenken geht SVS POST SV nicht als Nummer 1 ins heimische Playoff. Der Meister legte heuer im Januar einen Negativrun von vier (!) Niederlagen en suite hin. Das hat es in den letzten 30 Jahren nicht gegeben. Rechtzeitig vor Beginn des Playoffs meldeten sich die Damen um Topscorerin Paula Kubova mit dem 3:1 Sieg in Linz wieder eindrucksvoll zurück. Zum Glück, denn dadurch rutschten die Wildkatzen aus Klagenfurt im letzten Augenblick noch auf den zweiten Tabellenplatz vor und sicherten sich dadurch den direkten Halbfinaleinzug.

Die SG Kelag Klagenfurt war in diesem Herbst als gefährlicher Außenseiter auf die Meisterschaft gestartet. Eine tolle Siegesserie in der Hinrunde mit neun Siegen und einer knappen Niederlage (2-3 in Wien gegen SVS Post SV, Anm.) rüttelte die Teamverantwortlichen und die Presse wach und ließ vom Titel träumen. Das junge Team rund um Sophie Wallner zeigte aber zu viele Höhen und Tiefen und ließ zu Beginn der Rückrunde mit zwei 0:3 Niederlagen (in Graz und in Tirol, Anm.) wichtige Punkte liegen. Auch die Verpflichtung von Abby Detering brachte zunächst nicht den gewünschten Erfolg: durch eine 2:3 Niederlage in Perg schienen alle Top2 Träume passe zu sein. In einem tollen Finish sicherten sich die Wildkatzen aber durch Siege gegen SVS Post SV, Linz, TI und Trofaiach (10 von 12 möglichen Punkten) doch noch den zweiten Platz.

Bei einem Blick auf die Statistik lässt sich dieser Erfolg schnell begründen: die Wildkatzen verfügen über die beste Annahmeformation der Liga (62% positiver Annahmen), sind starke Aufschläger (45% der Aufschläge lassen keinen geordneten Spielaufbau beim Gegner zu) und haben in Block (135 Punkte, 1,9 Punkte/Satz!) und Angriff (12 Punkte/Satz) ebenso ihre Qualitäten. Im Zuspiel zogen zumeist zwei sehr offensive Akteurinnen die Fäden: Abby Detering und Daniela Katz scorten im Laufe des Grunddurchgangs 104 (!) Mal. Die eifristen Punktesammlerinnen der Wildkatzen sind Nina Bajic (211) vor Sophie Wallner (190) und Ana Bajic (176). Neben den Top 3 scorten im Laufe der Meisterschaft noch 10 Spielerinnen: Alex Epure (110), Noemi Oiwoh (90), Tatjana Rajic (90), Dani Katz (56), Abby Detering (48), Isa Urschitz (20), Carina Goldberger (19), Anna Pajer (16), Weeda Krassnig (11) und Anja Trailovic (5) trugen mit ihren punkten einen wertvollen Beitrag zum Erfolg der SG Kelag Klagenfurt bei.

„Wir haben in manchen Elementen noch Steigerungspotential. Daran werden wir bis zum Halbfinalauftakt am 10. März noch feilen. Unser Ziel ist klar: wir wollen ins Finale!“ gibt Coach Voggenberger die Richtung vor.